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"Fest der Freiheit" setzt Akzente für Freiheits- und Bürgerrechte

Wien (OTS) - Für das "Fest der Freiheit", das am Abend des 4. Juni in der Wiener Innenstadt stattfand, kann eine rundum positive Bilanz gezogen werden. Die Ziele der von der "Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848" initiierten Diskussionsveranstaltung mit anschließendem Besuch von Schlüsselorten der revolutionären Ereignisse von 1848 - Bewusstseinsbildung für den historischen Kampf um Freiheitsrechte und aktuelle Bedrohungen für diese - wurden in einem Maß erreicht, wie man es sich für eine kleine wissenschaftlich-zeitkritische Veranstaltung nie auch nur erträumen konnte.

Besonders erfreulich ist für den Obmann der Forschungsgesellschaft, Dr. Peter Krüger, dass sich wichtige gesellschaftliche Gruppierungen wie z. B. die Wiener SPÖ aus Anlass des "Fests der Freiheit" mit der bis heute notorisch unterschätzten Revolution auseinandersetzen. "Die fehlende Beschäftigung mit dieser Stunde null demokratischer und republikanischer Entwicklungen in Österreich wirkt bis heute bei großen politischen Gruppierungen in Form mangelnden Verständnisses für Demokratie und Bürgerrechte nach. Wir haben für Robert Blum und Wenzel Messenhauser einen Kranz niedergelegt und hoffen, dass das die SPÖ daran erinnert, dass sie die hingerichteten Revolutionäre und Freiheitskämpfer nicht nur für eine Presseaussendung des Klubvorsitzenden Schicker ,wiederentdecken' sollte."

Als bedauerlich bewertete Krüger Versuche, die Revolution von 1848 einzelnen politischen Lagern von heute zuzuordnen. "1848 war ein Volksaufstand, der von bürgerlich-akademischen Schichten ebenso getragen wurde wie von Arbeitern, Teilen der Landbevölkerung und nationalen Minderheiten im Habsburgerreich. Wenn Schicker nun zwischen mutigen Arbeitern einerseits und feigen Bürgerlichen und Studenten andererseits zu unterscheiden versucht, ist das, um mit Schickers eigenen Worten zu sprechen, schlicht Geschichtsglitterung (sic!)."

Die zahlreichen Versuche, das Fest der Freiheit zu verhindern, haben auch eindringlich gezeigt, dass Meinungsfreiheit heute noch erkämpft und verteidigt werden muss. Krüger: "Es entsetzt mich, dass extremistische Randgruppen durch die Androhung von Gewalt ein massives Polizeiaufgebot erforderlich machen, um grundlegende Bürgerrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit durchzusetzen." Dass man diese Rechte trotz aller Drohungen wahrgenommen habe, sei keine Provokation, sondern im Interesse des Rechtsstaats unverzichtbar gewesen.

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OTS0077 2014-06-05 10:31 051031 Jun 14 NEF0010 0332