Applaus, Applaus, Applaaaaus!

Nachdem ja heute (19.03.2014) durch Kermit den NEO bekannt wurde, wie sich die österreichische Delegation von Berufs-Dilettanten von den Abgesandten der BayernLB in Sachen Hypo Alpe Adria über den Tisch ziehen ließ, ist es ja an der Zeit darüber nachzudenken, mit welchen neuen zusätzlichen Steuereinnahmen (denn die alten, schon vorhandenen Steuern sind auch ohne den Hypo-Totalschaden viel zu wenig) man den völlig durchlöcherten Säckel der Muppet-Show temporär anreichern könnte.

Und man höre und staune, Statler ist beinahe ohne Nachhilfe aus Niederösterreich auf eine glorreiche Idee gekommen: man möge doch den von der Sonne erzeugten Strom von Eigenheimbesitzern genau dafür hernehmen. Ein Abgabe, von € 0,015 je selbst erzeugter und verbrauchter kWh, die absolut ausschließlich die klassische Mittelschicht, also Statlers Stammwählerschaft trifft, soll da Großes vollbringen. Abgesehen davon, dass dieses Prinzip dem Besteuern der Erträge eines privaten Obstgartens gleichkommt, reichen die daraus resultierenden Geldeinnahmen nicht einmal aus, um das dafür notwenige zusätzliche Beamtenpersonal zu finanzieren.

Und da ist er, des Pudels Kern: Nicht eine einzig wahrhafte Regung der Regierung in Richtung Verwaltungsreform ist auch nur ansatzweise zu erkennen. Und das zu Beginn dieser Legislaturperiode. Nein, das Gegenteil passiert. Der Beamtenapparat wird noch weiter aufgeblasen – in Dimensionen, die sogar so manchen im Wiener Rathaus sitzenden Chef der Waldorf-Fraktion vor Neid erblassen lassen. Man will aber auch gar nicht. Das wäre unbequem. Sogar sehr. Und außerdem: so lange der Österreicher sein Schnitzel und ein Bier hat und „Wetten dass“ im Fernsehen läuft, wird er sich nicht lang’ aufregen, geschweige denn zu einer längst überfälligen Abwahl dieser Regierung der Marionetten hinreißen lassen. Und bis dahin werden Statler und Waldorf noch „reich an Ideen für keine Alternative“, kurz RAIKA, sein.

gug