Der ORF und die Meinungsmanipulation

Dass der ORF keine überparteiliche, unabhängige Plattform ist konnte man ja schon lange Zeit beobachten; die jüngsten Ereignisse schlagen jedoch dem Fass den Boden aus. Die konkreten Vorwürfe: Ein Journalistenteam der Sendung „Am Schauplatz“ habe am 12. März 2010 Skinheads zu einer Wahlveranstaltung der FPÖ in Wiener Neustadt gebracht, wo sie, vor laufender Kamera mit H.C. Strache posierend, von ORF-Redakteur Eduard Moschitz zu neonazistischen Aussagen aufgefordert wurden. Ebenso ungeheuerlich ist dabei der Vorwurf, der Redakteur habe die Skinheads bereits vorher gekannt und sie obendrein noch mit jeweils 100 € für diese „Aktion“ entlohnt. Einer der Skinheads war sogar schon einmal in einer „Am Schauplatz“-Reportage zu sehen: in der Sendung am 22. Jänner 2010 mit dem Titel „Vorsicht bissig!“ wurde über seinen Kampfhund berichtet. Das fragliche Video wurde inzwischen vom ORF gesperrt.

Dies zeigt wieder einmal eine sehr übliche Taktik linker Machtinhaber: Durch offensichtliche Manipulation und konstruierte „Skandale“ werden unliebsame politische Gegner ins schlechte Licht gerückt um diese zu diskreditieren und auszuschalten. Existiert kein brauchbarer Eklat rund um die Andersdenkenden, so wird eben einfach ein solcher inszeniert. Der eigentliche Skandal hierbei besteht darin, dass der ORF, der mit Abstand größte und bekannteste Medienanbieter Österreichs, ein öffentlich-rechtlicher Sender ist, dessen Aufgabe eigentlich die objektive Berichterstattung sein sollte: Tatsachen so zu präsentieren, wie sie wirklich passiert sind, wobei unter gar keinen Umständen ins Geschehen eingegriffen werden darf. In den meisten anderen Ländern mit demokratischer Staatsform hätten solche Ereignisse unmittelbare Konsequenzen, wie etwa den sofortigen Rücktritt der verantwortlichen Personen. Vergleichbares mit dem, was hierzulande geschieht, findet man sonst höchstens in China, wo die Medien unter der Zensur des Staates stehen.

Jedoch dringen solcherlei Vorfälle natürlich nicht an die Öffentlichkeit, sondern werden unter allen Umständen verschwiegen, sodass einfache Bürger auf ganz andere Informationsquellen angewiesen sind, um die Wahrheit zu erfahren. Auch die Stellungnahme vom ORF zu diesem Skandal lässt an dessen weißer Weste zweifeln: Nach anfänglicher Verweigerung der Herausgabe des betreffenden Videos als Beweismaterial konnte dieses nur unter Androhung der Festnahme des Sendungsverantwortlichen seitens der Polizei und Staatsanwaltschaft sichergestellt werden. Hierbei handelt es sich jedoch keineswegs um ein unzensiertes Video, denn die fraglichen Personen sind sehr großzügig überblendet und  auch die Tonspur lässt Zweifel an der Originalität aufkommen.

Diejenigen, die versuchen, durch Manipulation und Vortäuschung falscher Tatsachen eine politisch korrekte öffentliche Meinung vorzugeben, sind zwar eine Minderheit in der Bevölkerung, jedoch leider in den auf eine breite Zielgruppe ausgerichteten Medien omnipräsent. Als letzte Hoffnung verbleibt, dass das Volk aufwacht, diese linken Machenschaften durchschaut und sich schlussendlich bei den Wahlen richtig entscheidet.

 

poi