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Ein taktischer Fehler - die Objektivität des ORF, 25.3.2010

Der ORF liefert dieser Tage Schlagzeilen, da er im Verdacht steht, eine Reportage manipuliert zu haben. Als Geschädigter sieht sich in erster Linie Heinz-Christian Strache, der den Vorwurf erhebt, man wollte die Protagonisten dieser Reportage auf einer FPÖ-Veranstaltung zu Handlungen bewegen, die unter das Verbotsgesetz fallen und entsprechendes Licht auf diese Partei werfen. Den Wahrheitsgehalt dieser Vorwürfe will ich im folgenden nicht diskutieren, damit hat sich ein Gericht zu befassen.

Viel interessanter ist daher im Moment das Verhalten des ORF. Dieser hat heute in der Sendung „Club 2 Spezial“ den Versuch unternommen, eine nach außen hin ausgewogen wirkende Diskussionsrunde zusammen zu stellen, die sich obiger Thematik widmet. Die katastrophale Moderation, die einerseits ständig ins Wort fiel und andererseits zeitweise herrschendes Durcheinander der Wortmeldungen mit Schweigen begegnete, war zudem alles andere als neutral; auch manche Diskussionsteilnehmer befleißigten sich untereinander des freundschaftlichen Du-Worts und redeten auf einander abgestimmt auf den Parteichef ein.

So gelang es, diese Sendung als Gegenangriff auf die getätigten Vorwürfe aufzuziehen. Vermutlich wäre es klüger gewesen, tatsächlich um Objektivität bemüht zu sein. Angriff ist die beste Verteidigung und legt nahe, dass man so von Tatsachen ablenken will.

 

rot