Freiheit die ich meinte

Das was sich in den letzten Tagen in der Landeshauptstadt von Tirol abspielt, stinkt, aus meiner Sicht der Dinge, gelinde gesagt zum Himmel und es ist das erste mal, dass ich mich für Tirol schäme.

In einem Land, das wie kaum ein anderes mit dem Begriff Freiheit oder dem Kampf um Freiheit eines jeden einzelnen Menschen in Verbindung gebracht wird, wird nunmehr begonnen selbige in Ketten zu legen und mit Füßen zu treten. Oder anders ausgedrückt: Was im Jahre 1809 erkämpft wurde, wird nun 204 Jahre später vom schwarz-grünen Gutmenschentum die Toilette hinuntergespült. Anders kann man es nicht ausdrücken, wenn es einer Gruppe von Personen, ich spreche hier  nicht von einer Gruppe pflastersteinewerfender, autoanzündender Chaoten, verwehrt wird, eine friedliche Versammlung ohne anschließende Verwüstung des Versammlungsortes abzuhalten.

So geschehen am 26.11.2013 in Innsbruck anlässlich der Verbandstagung der Deutschen Burschenschaft am 30.11.2013.

Ausgelöst wurde die Beschneidung der Freiheit durch die Innsbrucker BürgermeisterIn Christine Oppitz-Plörer (Partei: „Für Innsbruck“), die in einem offenen Brief an die Messegesellschaft appellierte, den Vertrag mit der B! Brixia, welche die Verbandstagung ausrichtet, aufzulösen. Eine Veranstaltung ¬„bei der Vortragende wie Andreas Mölzer und Walter Tributsch zu den Anwesenden sprechen werden“, sei „besonders im Jahr des Pogromgedenkens in Innsbruck nicht erwünscht.“

Da stellt sich mir eine Frage, Frau BürgermeisterIn: Wo kommen wir hin wenn nur einem bestimmten Teil der Bevölkerung das Recht auf Versammlungsfreiheit gewährt wird?

Auch wenn wir einmal mehr auf die Barrikaden steigen müssen, werden wir uns das Recht auf freie Meinungsäußerung  nicht nehmen lassen. In Zeiten wie diesen mehr als je zuvor.

Francois Bondy hat Ignazio Silone wie folgt zitiert: Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“. Nein, er wird sagen: „Ich bin der Antifaschismus.“

wop