Freiheit vs. Sicherheit

Vergangene Woche erlangte Edward Snowden weltweite Berühmtheit, indem er die Weltöffentlichkeit von der Existenz des US-Spionageprogramms PRISM in Kenntnis setzte. Ein Programm, welches auf die großflächige Überwachung digitaler Kommunikation insbesondere im Ausland abzielt und sich dabei unter anderem einiger der größten Internetkonzerne wie Microsoft, Google oder Apple bedient. Ob diese Konzerne dem US-Geheimdienst dabei Hintertüren zu ihren Systemen offenließen oder nicht, ist dabei noch nicht geklärt.

Wie nicht anders zu erwarten löste diese Enthüllung herbe Kritik am Vorgehen der Vereinigten Staaten aus. Vor allem die Europäische Union, deren Mitgliedsländer besonders von diesen Maßnahmen betroffen waren, sieht die Beziehungen zwischen den Kontinenten als geschädigt an.

Was allerdings das wirklich Interessante daran ist: Die US-Bürger sind laut einer Umfrage mit dem Vorgehen ihrer Geheimdienste mehrheitlich einverstanden. Mehr als 40% würden sogar noch weitergehende Maßnahmen akzeptieren. Natürlich ist ihr Verhalten diesbezüglich mit dem immer noch tief sitzenden Trauma von 2001 argumentierbar, doch müssten einem die weitreichenden Konsequenzen insbesondere bei Missbrauch dieser Methode auch in diesem Zustand klar sein. So seien ihnen die Worte des Mitverfassers ihrer Unabhängigkeitserklärung, Benjamin Franklin, ans Herz gelegt: „Diejenigen, die bereit sind, grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, werden am Ende beides verlieren.“

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