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Für ein Süd-Tiroler Referendum!

Spannendes tut sich in Europa. Im Referendum vom vergangenen Wochenende sprach sich der bisherige ukrainische Staatsteil der Krim für eine Zugehörigkeit zu Russland aus. Die österreichischen Medien sind gefüllt mit Berichterstattungen über die Krim und gegen Putin. Im Zuge des EU-Schimpfs gegen die Sezessionsbewegung im Osten geht ein zweites derzeit stattfindendes Referendum gänzlich unter: jenes Venetiens. Laut Umfragen wollen 67% der Bewohner der norditalienischen Provinz die Abspaltung von ihrem Staat. Die online durchgeführte Abstimmung, welche diesen Donnerstag endet, ist jedoch nicht politisch bindend. Wie im Falle Schottlands, das heuer verbindlich über seine Unabhängigkeit abstimmt, könnte diese Vorabstimmung aber ein offizielles Votum legitimieren.

Wenn wir soweit sind, ist die Süd-Tirol-Frage aktueller denn je. Keine andere Region Europas hat ein größeres Recht auf Selbstbestimmung als der südliche Teil Tirols. Keine andere Bewegung als die Burschenschaft wäre prädestinierter, dieses Recht einzufordern. Spätestens wenn sich selbst Venetien für die Loslösung von Italien ausspricht, müssen wir Burschenschafter wieder vorreiten und als Erste die Loslösung Süd-Tirols propagieren. Wir sind unserem Volk auch heutzutage noch verpflichtet, nach seiner Einheit zu trachten. Und wir sind uns selbst verpflichtet, nach einer Zeit ohne markante politische Errungenschaften, sich wieder ins Stammbuch der Geschichte einzutragen, wenn es die Situation verlangt. Der Kampf um die Tiroler Landeseinheit ist neu zu entfachen – die Burschenschaft hat sich damit auch selbst zu beweisen, von ihrer früheren Eigenschaft als dynamische Verteidigerin ihres Volkes Rechte im Kern nichts eingebüßt zu haben.

Dies beinhaltet auch eine Chance. Die gemeinsame Sache hat sich noch immer über interne Kleinstreitigkeiten erhoben. Sich angesichts der Lage ein gemeinsames Ziel zu formulieren, für das geworben und mobilisiert wird, könnte nicht nur Tirol zu neuer Einheit führen, auch unsere burschenschaftliche Bewegung. Mander s’isch Zeit!

mvh