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Humanitäres Bleiberecht

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über eine Arigona, die Zwillinge Daniella und Dorentina oder die mongolischen Flüchtlingsfamilie Badrakh berichtet wird.

Ausgelöst wurde die Debatte durch die bald wieder in Österreich lebenden Arigona Zogaj, die durch ihren Fürsprecher Pfarrer Friedl unverhofften Ruhm erlangte. 

Freilich wollte Herr Friedl damals die Medien nur dazu nutzen, eine breite Masse mit diesem Problem zu konfrontieren, und sich nicht selbst ins Visier der Öffentlichkeit stellen.  

Die Presse hat das Interesse der Bevölkerung an diesem Thema sofort ausgeschlachtet. Im Fall Friedl wurde sowohl eine Beziehung zu einer Frau als auch ein tragischer Radunfall zur Steigerung der Auflagezahlen herangezogen.

Im Gegensatz zu Friedl bediente sich auch ein in Vergessenheit geratener homosexueller  Entertainer an den Medienrummel, um durch dessen Heiratspläne seinen Marktwert wieder zu steigern.Im Windschatten des humanitären Bleiberechts und dessen Umfeld lässt es sich eben sehr gut mitfahren. Kabarettisten, Caritas, Kirche, Politiker,... sprangen auf diesen rollende Zug auf, natürlich nutzte auch so mancher menschenfreundliche Anwalt seine Chance der die Flüchtlinge nur aus reiner Nächstenliebe vertrat.

Politiker, die den Rechtsstaat vertreten, sinken in den Umfragen, jene, die Gesetzeslücken entdeckt haben wollen und sich zu Gutmenschen wandelten steigen in den Werten.  

Die Frage, wann die Wirtschaft den Marktwert des humanitären Bleiberechtes entdecken wird, wird uns wohl die nahe Zukunft zeigen.

Mit Humanitätskerzen oder einem Bleiberechtspunsch würde sich auf einem Weihnachtsmarkt viel Geld verdienen lassen.

phd