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Im Dienste der Menschheit

Vergangenen Freitag hob die „Atlantis“ zum letzten Flug eines Spaceshuttles ins All ab. Wenn das Shuttle nach der elftägigen Mission wieder zur Erde zurückkehrt, und außer Dienst gestellt wird, sind die Vereinigten Staaten offiziell nicht mehr in der Lage bemannte Missionen in den Weltraum durchzuführen. Somit werden alle bemannten Flüge zur ISS durch russische Sojus-Kapseln erledigt, für welche die NASA sich die Sitzplätze für ihre Astronauten teuer erkaufen muss.

Der einstige Sieger des Wettlaufs zum Mond begründet den Verzicht auf eine Fortführung bemannter Raumflüge zur ISS mit der Priorität für die Entwicklung von Fähren, die Menschen auf Asteroiden und später zum Mars bringen sollen. Die Durchführung dieser großspurigen Ankündigungen würde erneut den Führungsanspruch der Vereinigten Staaten rechtfertigen, wieder hätte man ein wichtiges Rennen gewonnen.

Eine technologische Weiterentwicklung ist aber zumindest aus wissenschaftlicher Sicht wünschenswert. Sie würde unter anderem die Erlangung äußerst wichtiger Erkenntnisse das Universum und unser Sonnensystem betreffend bedeuten, auch wenn das Projekt in den nächsten Jahren nicht allzu viel für jedermann ersichtliche Früchte tragen würde. Es würde bedeuten, dass die USA im Dienste der Menschheit Milliardenbeträge in die Forschung investieren würden, welche schließlich wohl kaum über die Einnahmen durch Zusammenarbeit mit anderen Ländern zurückgewonnen werden können.

All dies kann jedoch auch bedeuten, dass eine selbsternannte Supermacht endgültig auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen ist und vor allem finanziell vorerst nicht in der Lage und nicht willens ist, ein Weltraumprogramm fortzuführen. In diesem Fall wäre ein Abbruch der Planung der Asteroiden- und Mars-Mission nicht überraschend.

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