Kleingeistiger Aktionismus

In der vergangenen Woche wurden das Auditorium Maximum und das Rektorat der Universität Wien von einer aufgebrachten Schar von Studenten besetzt. Anlass war die Abschaffung des Bachelorstudiums der Internationalen Entwicklung.

Auch wenn der Protest gegen die Einstellung dieses Studienganges gerechtfertigt sein mag, so ist die Methode des Protests durchaus zu kritisieren und als billiger Aktionismus zu deklarieren. Erneut werden Studenten davon abgehalten, ihrem gewöhnlichen Studienbetrieb nachzugehen. Unter der Studentenschaft wird der Unmut über unsere vermeintlichen Studentenvertreter immer größer. Der Grund allen Übels liegt an einer linksideologisch geprägten Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), deren Vertreter keinen Hehl daraus machen, dass ihre eigentlichen Anliegen an feministischen und antikapitalistischen Themen und nicht an universitären Interessen geknüpft sind.

Selbstverständlich ist konstruktiver Protest ein wichtiger demokratischer Baustein, jedoch nur insofern zulässig, als dass er niemals in Eigentumsverletzungen und schon gar nicht in Gewalt ausufern darf. Der universitäre Boden darf nicht als Spielplatz für absurde Gesellschaftsmodelle missbraucht werden. Die ÖH sei aufgefordert, endlich die wahren Interessen und Anliegen der Studentenschaft ordentlich zu vertreten.

alo