Warning: Parameter 3 to Page::calcNavTree() expected to be a reference, value given in /usr/www/users/oberge/cms/classes/PEAR/Cache/Lite/Function.php on line 132

Morbus Darabos

Norbert Darabos hält sich trotz der Schuldenkrise beständig in den Nachrichten: Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die Abberufung von General Edmund Entacher Anfang des Jahres nicht rechtens war und nun soll der Großteil der Panzer ausgeschieden werden, weil ein „Panzerkrieg im Marchfeld“ nicht mehr zu erwarten sei.Es zeigt sich wieder einmal die fehlende Kompetenz des Ministers und seines „Beraterstabes“, da die Raumverteidigungsdoktrin aus der Zeit des Kalten Krieges nie von einem „Panzerkrieg im Marchfeld“ ausging. Vielmehr war die Strategie, den Aufmarsch der Warschauerpaktstaaten einige Tage zu verzögern und zu hoffen, die NATO würde rechtzeitig eingreifen.
Den Verkauf der Panzer kann man also getrost als eine bewusste Schwächung des Bundesheeres sehen. Ein Zwischenschritt zum großen Ziel der SPÖ, die Abschaffung des Militärs.
Anfang Dezember wird sich Norbert Darabos wieder Medienpräsenz erfreuen können: Die Pilotprojekte „Berufsheer“ und „Freiwilligenmiliz“ sollen vorgestellt werden.
Im ersten Projekt soll eine Garnison bei gleich bleibenden Kosten auf eine reine Kadereinheit umgestellt werden. Dabei muss aber auf Systemerhalter verzichtet werden, Grundwehrdiener also, die nichtmilitärische Aufgaben wie Kanzleiarbeiten erledigen. Man darf gespannt sein, wie sich dieses Projekt darstellen wird, wenn nun die Tätigkeiten der Systemerhalter aus der Privatwirtschaft zugekauft werden müssen und dabei die Leistungsfähigkeit der Truppe nicht verringert werden soll. Nebenbei sei erwähnt, dass der oft kritisierte Umstand, die Zahl der Systemerhalter sei zu hoch, durch die Verkürzung des Grundwehrdienstes auf sechs Monate drastisch verschlimmert wurde.
Das zweite Projekt die „Freiwilligenmiliz“ konterkariert das System der Freiwilligkeit geradezu, da der Freiwillige für eine jährliche Milizübung zusätzlich 5000 € bekommen soll. Wenn Freiwilligkeit im Militär erkauft wird hat einen Namen: Söldnertum.
Während Gaddafi seinen Kriegern angeblich 1000 $ bezahlen musste, um für ihn zu kämpfen, muss Norbert Darabos schon tiefer in die Tasche greifen…
Es bleibt zu hoffen, dass das ÖBH bald vom Morbus Darabos geheilt wird und damit das „subjektive Sicherheitsgefühl“ gestärkt wird!

rak