Warning: Parameter 3 to Page::calcNavTree() expected to be a reference, value given in /usr/www/users/oberge/cms/classes/PEAR/Cache/Lite/Function.php on line 132

Österreich wächst

Laut aktueller Bevölkerungsstatistik der Statistik Austria ist Österreichs Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% auf 8.404.252 gewachsen. So weit, so gut.

Dieses Wachstum rührt jedoch nicht von einer steigenden Geburtenrate – im Gegenteil sank die Zahl der jährlichen Geburten in Österreich um ca 4.000. Dies entspricht dem langjährigen (mitteleuropäischen) Trend.

Es ist also nicht schwer zu erraten woher das Wachstum stammt. Österreich ist längst zu einem Einwanderungsland geworden. Per 1.1.2011 leben 927.612 Ausländer in Österreich, das entspricht in etwa 11 % der Gesamtbevölkerung. Die Millionengrenze soll in spätestens drei Jahren erreicht werden. Bereits eingebürgerte „Mitmenschen mit Migrationshintergrund“ sind hier nicht erfasst. In Wien und Salzburg hat der Ausländeranteil bereits die 20-%-Marke übersprungen, in Graz, Innsbruck und Wels sind es auch schon über 15 %.

Laut Aussage der Politik ist die Zuwanderung für die Wirtschaft und die Sicherung unseres Sozialsystems unbedingt erforderlich. Es fragt sich nur, ob dieses System durch den Massenzuzug von unqualifizierten Arbeitern - die wiederrum viele Nachkommen haben – tatsächlich gerettet oder im Gegenteil noch stärker belastet wird. Diese Diskussion – vielleicht unter der Überschrift „Österreich schafft sich ab“ - kann Anderen überlassen werden.

Was also tun? Die Politik um staatliches Eingreifen anflehen, um die Fertilitätsrate zu erhöhen? Reicht es, Jungfamilien steuerliche Anreize oder erhöhte Kinderbeihilfen und ähnliche Unterstützungen anzubieten? Gratiskindergarten? Möglich.

Oder müsste die Politik zu viel drastischeren Mittel greifen und Abtreibungen und Verhütungsmittel generell verbieten? Natürlich nicht!

Die Lösung wird wohl darin bestehen, Kinderkriegen „wieder attraktiv zu machen“. Hier geht es aber bei Weitem nicht nur um finanzielle Anreize oder bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mehrere Kinder zu haben müsste also gesellschaftlich wieder „hip“ werden, um hier eine echte Trendumkehr zu schaffen. Vermutlich ein sehr langer Prozess und sicher nicht allein durch staatliches Eingreifen zu erreichen.

Nur am Rande sei erwähnt, dass deutsche Staatsbürger mit 146.392 Personen die größte Ausländergruppe im gesamten Land darstellen. Laut Medienberichten haben diese überraschenderweise auch keine Integrationsprobleme…

gep