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Quo Vadis Euro?

“Wir werden den Euro verteidigen, was immer es kosten mag“, verlautbarte Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Seit Montag, dem 10. Mai 2010 ist der Öffentlichkeit bekannt, dass das Rettungspacket für hochverschuldete Mitgliedsländer den EU-Mitgliedsstaaten und dem IWF (Internationaler Währungsfonds) vorläufig 750 Milliarden Euro kostet. Österreich beteiligt sich mit Staatsgarantien in der Höhe von 12,5 Milliarden Euro und die Bundesrepublik Deutschland mit 123 Milliarden Euro an dem Hilfspaket.

Kurzfristig hatte es den Anschein, als hätten die 27 EU-Finanzminister mit dem beschlossenen Rettungspacket den Euro gerettet. So titelte der Standard mit  „Kursfeuerwerk folgt Rettungsschirm“, über die Kursgewinne am Montag. Betrachtet man den Euro Kurs am Ende der Woche, so stellt man fest, dass der Euro trotz der historischen Rettungsaktion um fünf Prozent gegen den Dollar gesunken ist. Wie weit die Talfahrt des Euros geht, bleibt abzuwarten.

Für einen stabilen Euro, hätten meiner Meinung nach, die Konvergenzkriterien von allen Mitgliedsstaaten eingehalten und bei Nichtbeachtung Sanktionen über die Länder verhängt werden müssen. Gebot der Stunde ist, dass die Nettoneuverschuldung der Euroländer, insbesondere Griechenlands, gemäß den Vorgaben des Maastricht-Vertrages drei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt in Zukunft nicht übersteigen.

Ob das Rettungspaket den Euro langfristig vor dem Scheitern bewahrt, hängt davon ab, wie lange die Defizitländer für eine Konsolidierung ihrer Haushalte benötigen. Schaffen es diese Länder nicht, die Nettoverschuldung einzudämmen, sehe ich für den Euro keine Zukunft.

ges