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Qualität und Quantität

Vergangene Woche veröffentlichte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) eine Studie, nach welcher der offene Zugang zu den Universitäten (und die damit verbundenen hohen Studentenzahlen)  „ein Hemmnis für hohe Qualität beim Studienangebot“ sei. Nun mag dies zwar auf den ersten Blick korrekt sein, das eigentliche Problem erhebt sich allerdings im selben Augenblick: Warum bereitet der offene Zugang zu Universitäten Schwierigkeiten?

Klar ist natürlich, dass die mangelnden vorhandenen Mittel ihren Teil beitragen, genauso wie die teilweise hohen Studentenzahlen aus den Nachbar- und EU-Ländern. Doch das Hauptproblem stellen die Studenten selbst dar, und zwar aus zwei Gründen.

Am ersten sind sie zwar großteils schuldlos: Durch das immer weiter sinkende Niveau in den Mittelschulen sind die Maturanten natürlich immer weniger in der Lage, den inhaltlichen Anforderungen eines Studiums gerecht zu werden. Die Universitäten sind somit dazu genötigt, diese den Gegebenheiten (nach unten) anzupassen oder in Kauf zu nehmen, dass viele das Studium schon im ersten oder zweiten Semester abbrechen. Somit können sie zwischen niedrigem Ausbildungsniveau und hohen Drop-Out-Raten wählen, wobei sich übrigens auch die Frage stellt, ob eine hohe Drop-Out-Rate unbedingt etwas Schlechtes ist.

Für den zweiten Grund sind die Studenten aber zur Gänze selbst verantwortlich: Wie sich in Gesprächen mit Kommilitonen ebenso wie in den Forderungen vieler Fraktionen der ÖH eindeutig widerspiegelt, geht ein Maturant davon aus, aufgrund seiner bestandenen Matura ein Recht darauf zu besitzen, das Studium unter allen Umständen abschließen zu können. Das heißt im Speziellen, so wenig er auch für seine Ausbildung unternimmt, der Staat bzw. ist verpflichtet, ihm einen Studienabschluss zu verschaffen.

Fakt ist allerdings, dass die universitäre, wissenschaftliche Ausbildung andere, meistens noch höhere Anforderungen stellt als eine Mittelschule und somit nicht jeder Maturant zum Erreichen eines universitären Abschlusses  in der Lage ist.

Solange die Studenten und auch ihre „Interessensvertretung“ dies nicht erkennen, werden spezielle Zugangsbeschränkungen unvermeidbar sein, um der Lage auch in Zukunft Herr zu bleiben und ein Mindestmaß an Qualität aufrecht zu erhalten.

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