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Sport bei den Despoten

Seit mehr als einem Jahr demonstrieren in Bahrain die Menschen für Freiheit. Ebenso lange werden die Demonstrationen teilweise blutig niedergeschlagen. Diese Situation führte im vergangenen Jahr zur Absage des Formel 1 Grand Prix. Der Formel 1-Zirkus hat vermutlich auch zum medialen Interesse an den Unruhen in Bahrain beigetragen. Nun, da der Motorsport auf der arabischen Halbinsel wieder einen Stopp eingelegt hat, kehren auch die Demonstrationen in Bahrain zurück auf Titelblätter der Zeitungen. Obwohl die Demonstrationen im Golfstaat im vergangenen Jahr kaum abgeebbt sind, konnte erst das Sportereignis Formel 1 das Interesse der Weltöffentlichkeit zurückbringen.

Dies ist sicher ein Erfolg für die Oppositionsbewegung in Bahrain. Das Kalkül der Machthaber, heile Welt zu demonstrieren, ist nicht aufgegangen. Schadenfreude ist für diejenigen angesagt, deren Herz für die Protestbewegung des Golfstaates schlägt.

Aus moralischer Hinsicht ist es aber sehr bedenklich, dass man dem Treiben der Machthaber zuschaut und der Sport als Zeichen für die angebliche Normalität gebraucht wird.

Hier sieht man, dass im Sport nur der wirtschaftliche Erfolg wichtig ist. Wie sonst könnte man sich sonst erklären, dass Olympische Spiele in China und Formel 1 Grand Prixes in Bahrain durchgeführt werden. Die Fußball WM in Katar steht ante portas. Hoffentlich bleibt uns ein Sportgroßereignis in Nordkorea erspart.

rak