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Was die Alpenrepublik so bewegt, 2. 3. 2010

Die Wirtschaftskrise brodelt, Hellenen geben Deutschland die Schuld an ihrem wirtschaftlichen Desaster, Gaddafi erklärt der Schweiz den heiligen Krieg, Amerikaner verursachen ein Erdbeben in Haiti (dies gab zumindest die Universitätsprofessorin(!) Claudia von Werlhof in einem "Standard"-Interview zum Besten. Sie meint hier, die Amerikaner rechtfertigen dadurch die militärische Besetzung Haitis) und:
Österreich diskriminiert Frauen. Schon wieder - sagt die Bundes-gleichbehandlungskommission - wie nicht anders erwartet: zu lesen im "Standard". Dies also beschäftigt unsere Medien und die von ihnen gelenkten und von uns gewählten Repräsentanten.

Tatort: Innsbruck. 

Der Rat der Medizinischen Universität Innsbruck bestellte Herrn Univ.Prof. Dr. Herbert Lochs zum neuen Rektor. Und das obwohl auch eine Frau aus dem Dreiervorschlag zur Wahl gestanden wäre.

Mir dünkt, hierzulande glauben doch wirklich allen Ernstes Menschen an ein verfassungsmäßiges Gesetz, nach welchem immer eine Frau zu wählen ist, sobald sie sich bewirbt. Frauenministerin Heinisch-Hosek jedenfalls wußte sofort, dass jene Frau nur wegen ihres Geschlechts nicht genommen worden ist - selbstverständlich ohne jede weitere Begründung.

Die Bestellung eines Rektors erfolgt durch eine Wahl im Universitätsrat, und dementsprechend wird sich nie genau rekonstruieren lassen, warum der eine schon und der andere eben nicht gewählt wird.
Meinung- und Gesinnungsbehörden der PC (Political Correctness), wie sie z.B. die oben genannte Gleichberechtigungsbehörde darstellt, verpassen durch ihre Überprüfungen von freien demokratischen Wahlen, dem demokratischen Grundprinzip unserer Verfassung einen Schlag mitten ins Gesicht.

Wer käme denn auf die Idee, etwa die letzte Bundespräsidentenwahl aufzuheben, weil sich die Wähler damals für einen Mann und nicht für die ebenfalls kandidierende Frau entschieden haben? Obwohl bei dieser Frau sogar eine Reihe objektiver Wettbewerbsvorteile festzustellen waren: Sie konnte mehr Sprachen als der männliche Wahlsieger, sie hatte mehr internationale Erfahrung, und sie war in viel geringerem Ausmaß ein lebenslang gehorsamer Parteisoldat als ihre Gegenüber gewesen.

Ministerin Heinisch-Hosek soll es einfach offen sagen, wenn sie die Demokratie abschaffen will. 

Spannend wäre aber auch, wenn sie einen offenen Wettbewerb zwischen einer rein leistungsorientierten und dabei möglichweise männerorientierten Universität (oder gar einer reinen Männer-Uni?) und einer Frauen-Uni bei gleichen finanziellen Rahmenbedingungen verlangte. 

Sie sollte dabei freilich ein wenig vorsichtig sein, da es da ja schon einschlägige Beispiele gibt: Die Wiener Politologie etwa ist seit einigen Jahren zum dogmatischen Kreml des radikalen Gender-Feminismus geworden. Ihre "StudentInnen" gehen ungefähr so gut vorbereitet ins Berufsleben, wie einst tausende junge Osteuropäer, die Marxismus und Leninismus studiert haben. 

Freundschaft Genossen!

gug