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Weckruf beim Militär

Da erklärte uns doch der vorherige Verteidigungsminister und der derzeitige Bürgermeister Wiens, die Wehrpflicht sei unökonomisch und das mit der Landesverteidigung ist nicht mehr zeitgemäß, da man für geopolitische Konflikte eine „Vorwarnzeit“ von ca. 15 Jahren hat, um das Militär aufrüsten zu lassen. Des Weiteren liegt Österreich im Herzen der EU. Somit wäre die Frage der Landesverteidigung sowieso hinfällig.

Nun siehe da, die Entfernung von Wien nach Lemberg ist kürzer als von Wien nach Bregenz und die Vorwarnzeit der sogenannten Krimkrise ging auch spurlos an mir vorbei.

Der Verkauf von Panzern, die Schließung von Kasernen und ganzer Waffensysteme stehen mittlerweile an der Tagesordnung. Seit Ende des Kalten Krieges wurde bei fast allen westlichen Militärs beim Budget stark eingespart. Österreich ist in der EU Schlusslicht, was das Geld für das Militär betrifft. Der Fokus wurde nicht mehr wie vorgesehen auf die Landesverteidigung, sondern auf Auslandseinsätze und Katastrophenhilfe gesetzt. Auch die versprochenen Reformen nach der Volksbefragung, welche ein klares Votum pro Wehrpflicht war, blieben bislang eher mangelhaft. Was bleibt ist ein Heer, welches mit immer weniger werdenden Mitteln Soldaten ausbildet und das System gerade noch am Leben hält. Von Militär im eigentlichen Sinne kann hier nicht mehr gesprochen werden.

Fakt ist, in Österreich herrscht für jeden männlichen Staatsbürger die Wehrpflicht – somit ist auch die Republik gegenüber den Wehrdienern verpflichtet, ordentliche Rahmenbedingungen zu schaffen um einen funktionsfähigen Dienst im Sinne der Landesverteidigung zu leisten.

jem