Zum Akademikerball 2014

Wie in den letzten beiden Jahren stehen der Wiener Innenstadt am kommenden Freitag schwere Krawalle bevor. Mehrere Organisationen rufen seit Wochen zu „Protesten“ gegen den Akademikerball auf, welche sich in den vergangenen Tagen auch bereits mit Farbbeutel-Attacken und einem Überfall auf offener Straße angekündigt haben. Mehrfach wurden auch einerseits verbilligte oder kostenlose Anreisemöglichkeiten sowohl aus österreichischen Universitätsstädten als auch aus der Bundesrepublik Deutschland, andererseits Blockade-Trainings und Schulungen zum „Umgang“ mit Einsatzkräften im Falle einer Auflösung derselben beworben.

Schließlich wird auch kein Hehl daraus gemacht, dass das erklärte Ziel nicht ein Protest, sondern ein Verhindern des Balles ist, was ganz eindeutig eine Unterbindung des in der Verfassung verankerten Rechtes auf Versammlungsfreiheit darstellt. Übrigens: Dass sich auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wie selbstverständlich für eine Verhinderung des Balles ausspricht, lässt tief blicken.

Vor diesen Hintergründen kündigte die Polizei die Einrichtung von Platzverboten an. Dass die linken Chaoten, wie über ihre Sprachrohre VSSTÖ und, skandalöserweise, die ÖH (als Vertretung aller Studenten!) verlautbart, sich – insbesondere angesichts ihrer Absichten – selbst dadurch in ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit eingeschränkt sehen, lässt keinen Zweifel, dass demokratiefeindliches Verhalten nicht vom Ballveranstalter, sondern von den Demonstranten an den Tag gelegt wird.

Nach den Ereignissen der letzten beiden Jahre und nach den Ankündigungen für kommenden Freitag ist nun also endgültig klar, dass Gewalt und Eskalation nicht durch das Verhalten der Polizei ausgelöst werden.

Im Lichte aller dieser Tatsachen und Ankündigungen kann man nur hoffen, dass die Polizei aus den vergangenen Jahren gelernt hat und am Freitag in der Lage sein wird, für die Unversehrtheit der Ballgäste zu sorgen, wie es der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl zugesichert hat.

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